Donnerstag , Mai 24 2018
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iPad als vollwertigen Computer nutzen (Teil 3)

Eindrücke des Nutzungsverhaltens

Viele der Apps bringen mich wirklich voran. Da sie speziell auf eine bestimmte Nutzung ausgelegt sind, erfüllen Sie diese perfekt und zuverlässig. Facebook und Twitter lassen sich z.B. deutlich einfacher und schneller via Touch bedienen. Man bekommt allerdings auch erste Schwierigkeiten mit, wenn man tiefer in die Programme eintauchen will. Einen Twitterfeed über HTML-Code in eine Webseite einzubetten ist z.B. über die App nicht möglich. Hierfür muss Twitter über den Browser geöffnet werden, was relativ kompliziert ist, da die Webseite nicht nur Versuch dich wieder zur App zu führen und diese zu öffnen, sondern auch noch automatisch die mobile Seite von Twitter lädt. In Safari lässt sich dies natürlich häufig umstellen, sodass die Desktopansicht geladen wird, allerdings klappt dies nicht bei jeder Webseite.

Was mich auch vor ungeahnte Schwierigkeiten stellte war das Ändern des Bildschirmhintergrundes. Ich wollte hier das Logo von nerduniversum.de verwenden, welches mir allerdings scheinbar nicht in der richtigen Auflösung und vor allem im Quervormat vorlag. Dies führt dazu, dass neben dem weißen Hintergrund eben auch ständig das Ende des Bildes angezeigt wurde. Die Anpassung des Bildes in den Einstellungen von Apple brachte keine vernünftiges Ergebnis. Nach einer ungefähr einstündiger Suche nach einer App, die sowohl das Bild skalieren als auch um weißen Hintergrund erweitern könnte, gab ich schließlich auf. Bei der Fülle von Apps im Store bin ich sicher es gibt für dieses Problem eine Lösung, das ich sie aber nicht schnell fand spricht nicht grade für das iPad.

Bilder sind beim iPad eh ein größeres Problem. Durch das fehlen eines Mauszeiges wird häufig selbst das versetzen eines Bildes innerhalb eines Textes zur Mamutaufgabe.

Auch der, verglichen mit dem Laptop, geringe Arbeitsspeicher bereitet Probleme. Ich öffne häufig viele Tabs gleichzeitig und höre beim Arbeiten Musik und mag es eben wenn Webseiten sich auch im Hintergrund schonmal laden. Dies macht das Arbeiten schneller und reduziert die Wartezeiten. Das iPad zeigt hier deutlich Schwachstellen und läd nur einen Teil der geöffneten Tabs.

Fazit

Ich war von Anfang an skeptisch ob eine Verwendung des iPads als Laptop klappen würde, muss allerdings zugeben das viele Sachen sehr gut, wenn nicht sogar besser auf dem iPad funktionieren. Erschreckend ist allerdings wie viele Webseiten (und darunter auch große Anbieter) keine vernünftige Anpassung als iPad hinbekommen. Ob dies aus Konkurrenzgründen oder einfach aus Unfähigkeit und Unwille geschieht, kann ich nicht sagen. Fakt ist, häufig ist nicht Apple schuld an dem schlechteren Nutzungsverhalten, sondern Drittanbieter. Solange es für eine Funktion eine programmierte App gibt, funktionieren die angebotenen Leistungen meist tadellos. Ich bin außerdem sehr zufrieden mit der Anbindung des iPads an die Bluetooth Tastatur. Durch Shortcuts ist das Laptop Gefühl schnell hergestellt, Apps lassen sich via Tastatur wechseln, Helligkeit und Lautstärke verstellen und der Bildschirm durch drücken der ESC Taste aufwecken. Durch das Drücken der Auswurftaste aktiviert oder deaktiviert man die virtuelle Tastatur. Hier ist allerdings noch Verbesserungsbedarf. Aktiviert man nämlich die virtuelle Tastatur nicht und nimmt das iPad mit, steht man plötzlich ohne Tastatur da und muss durchs Beenden des Bluetooths die gesamte Verbindung zur externen Tastatur trennen.

Durch die Bauform und sehr gute Transportfähigkeit des iPads ergeben sich weitere sehr gute Möglichkeiten für mich als Benutzer, so habe ich z.B. schon morgens beim Frühstück meinen kompletten Rechner dabei und kann mit dem arbeiten beginnen und Abends auf Sofa oder Couch weiterarbeiten. Auch die Akkulaufzeit begeistert mich. Während meines ganzes Tests stellte sie mich vor weniger Problme als bei meinem Laptop.

Leider fällt aber auch immer wieder auf wo das iOS an Grenzen stößt. Das Einrichten von Routern oder Druckern ohne Rechner ist kaum möglich. Auch wenn dies nicht allzu häufig passiert, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass eine ausschließliche Nutzung des iPads kaum möglich ist. Ein zusätzlicher Computer ist einfach für viele Dinge zwingend nötig. Hier werden Apple und andere Anbieter allerdings sicherlich in den nächsten Jahren so gut es geht nachbessern, setzen doch auch aktuelle Laptops auf einen fast kabellosen Aufbau. Auch Software muss sich verbessern, ein brauchbares Steuerprogramm oder ein einfaches Tool zur Bildbearbeitung suchte ich vergebens.

Ich werde das iPad jetzt auf jeden Fall häufiger auch für die Arbeit verwenden, auch wenn ich auf einen Rechner nicht völlig verzichten kann und will.

 

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