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Am 27. Oktober stellte Apple seine neuen MacBooks Pro 2016 vor. Interessiert wartete ich auf dieses Event, denn schließlich war ich neugierig welche Innovationen Apple diesmal verbaut hat.

MacBook Pro – Wohin geht die Reise?

Am 27. Oktober stellte Apple seine neuen MacBooks Pro mit Touch Bar vor. Interessiert wartete ich auf dieses Event, denn schließlich war ich neugierig welche Innovationen Apple diesmal verbaut hat.

Natürlich brodelte die Gerüchteküche im Voraus schon kräftig und es war mehr als Absehbar, dass die Funktionstasten oberhalb der Tastatur weichen werden. Gespannt war ich auch ob und wie viel dünner das Gerät diesmal werden würde. Nicht das ich das wirklich wichtig fände, denn persönlich halte ich nicht viel von diesem Bestreben immer dünnere Laptops herzustellen. Ganz im Gegenteil. Wenn ich mir mein MacBook Pro Baujahr 2009 angucke finde ich nämlich nicht, dass es ein Klotz ist.

Produktausrichtung

Wenn der Laptop tagtäglich mitgenommen und transportiert werden muss, spielt das Gewicht natürlich eine Rolle. Doch hat Apple nicht genau dafür bereits 2008 die Air-Reihe herausgebracht und 2015 dann das 12″ MacBook? Spätestens beim letzteren Zeitpunkt dachte ich das Apples Ausrichtung bezüglich der MacBooks klar wäre: Kompakte 11 bis 12 Zoll Geräte mit hoher Akkuleistung für den tagtäglichen mobilen Einsatz und die Pro-Reihe mit dem Fokus auf Konnektivität und Leistung.

Das Monopol von USB-C

Doch gerade mit der Konnektivität und den Anschlussmöglichkeiten für externe Peripherie steht Apple scheinbar seit neustem auf dem Kriegsfuß. Anders kann ich mir nämlich nicht erklären warum bei den neuen MacBook Pro Modellen ausschließlichen ein USB-C Stecker verbaut wurde. So sehr ich es begrüße dass Apple diesmal frühzeitig einen neuen Standard unterstützt und entsprechende Anschlüsse vorsieht, man erinnere sich daran dass Apple erst 2012 bei den Macs den damals schon längst etablierten USB 3.0 Standard unterstützte. Warum müssen aber HDMI und USB 3.0 nun komplett entfallen?

Design oder Funktionalität? Weder noch!

Das MacBook Pro, welches im Namen die Zielgruppe und Anwendung adressiert, nämlich den professionellen Einsatz in meinen Augen nicht mehr gerecht . Ich spreche nicht von den intern verbauten Komponenten wie RAM, Festplatte/SSD oder Prozessor. Diese sind für anspruchsvolle und professionelle Zwecke dimensioniert. Auch die in allem 15″ Geräten verbaute externe Grafikkarte zeigt, dass es den Geräten an Leistung nicht mangelt. Doch wenn es ohne den Einsatz von Adaptern nicht mehr möglich ist Standard-Peripherie, sei es nur einen handelsüblichen USB-Stick, anzuschließen, verliert ein solcher das MacBook Pro für mich den Status eines Profi-Geräts. Jetzt könnte aber man sagen: „Die Geräte sollen ja auch vom Design was hermachen“. Tun sie das aber wirklich? Macht das schlanke Design wirklich was her, wenn drum herum sich die Adapter tummeln? Ich würde ganz klar nein sagen! Denn was nützt es mir, dass das Gerät nun schmaler, dünner und leichter geworden ist, wenn ich stattdessen diverse Adapter mit mir transportieren muss? Ob Apple da wirklich auf dem richtigen Weg ist mit den MacBooks Pro? Ich bezweifle es, werde es aber interessiert weiter beobachten.

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